Am 18.1. 19 verabschiedeten wir Karin Fehrenbacher aus unserem Team in den wohlverdienten Ruhestand.

Jakob Wolber hielt eine teils emotionale Laudatio über 30 Jahre Treue. Hier ein Auszug:

„Mein Beruf hat mir immer sehr viel Freude bereitet und auch meine Schreibmaschinenkenntnisse waren sehr gut.“
Mit diesen Worten erhielten wir am 20. August 1988 unter der Chiffre Nr. 2-2645 des Offenburger Tageblatts von einer jungen Dame eine Bewerbung als Schreibhilfe.
Bereits eine starke Woche später fing Karin Fehrenbacher stundenweise bei uns an. Das war vor 30 - in Worten - dreißig Jahren.
Karins Kinder gingen damals in den Kindergarten, so konnte sie wieder stundenweise ins Berufsleben zurückkehren.
Und wir hatten Glück, dass sie den Weg zu uns fand. Wir waren damals in der Wilhelm-Zangen-Straße in einer ehemaligen Lagerhalle und als Büro hatten wir einen Container – unser „Werk 2“. Das war Anfangs Karins Reich.
Wir entwickelten uns stetig weiter. Auf die Einfarben Druckmaschine folgte die Zweifarben, die Vierfarben dann noch eine kleinformatige Schnelldruckmaschine. Es begann auch bei uns das Zeitalter der Computer. Zum einen im Satzbereich und zum anderen auch im Büro, das Karin inzwischen komplett managte.
Für Karin gab es nie: „Das kann ich nicht.“
Sie hat stets alle Herausforderungen angenommen und das was sie nicht konnte – einfach dazugelernt.
An alle Neuerungen – und das waren in 30 Jahren einige -
hat sie sich sehr schnell gewöhnt. Im Laufe der Jahre übernahm sie die Bearbeitung von Aufträgen, die Lieferantenrechnungen, die Löhne, die Bankkonten, Steuersachen und sämtliche Korrespondenz.
Es war für mich eine unwahrscheinliche Erleichterung – z.B.: rief ich Karin ein paar Stichworte zu – und der Brief ging raus.
Karin war fleißig, ruhig, absolut loyal, vertrauenswürdig – auf Sie konnte ich mich zu jeder Zeit zu 100 % verlassen.
Der Umzug 1996 in die Vorlandstraße machte weiteres Wachstum möglich. Aber auch uns erwischte 2003 die Druckkrise. Die nächsten Jahre bis 2006 waren sehr schwer. Unsere treue Seele Karin begleitete uns durch dieses Tal der Tränen, wie selbstverständlich.
In jeder Krise steckt auch eine Chance – und die haben wir genutzt. Wir haben die Werbeagentur ausgebaut und die Druckerei nach hinten gestellt.
Jetzt ging es wieder aufwärts und Karin bewältigte die Mehrarbeit ohne groß darüber zu reden.

„Karin, Du hast die letzten 30 Jahre unseren Betrieb mit geprägt. Du bist den stetigen Wandel in unserer Branche ohne Murren mitgegangen. Du hast zumindest nie etwas gesagt.“

Karin war für uns mit ihrer ruhigen Art immer wie ein Fels in der Brandung, auch wenn es hektisch wurde.

Karin Fehrenbacher:
Danke !!!
für Deine Arbeit,
für Deinen Fleiß
für Deine absolute Loyalität,
für Deine Kameradschaft,
für Dein ausgleichendes Wesen,
für Dein Engagement,
für Deine Vertrauen
für Deine Treue
und dass Du mich 30 Jahre ausgehalten hast.   

Jakob Wolber / 18.01.2019


Anschließend dankte jede einzelne Mitarbeiterin und Mitarbeiter mit persönlichen Worten für die kollegiale Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

Bei einem hervorragenden Abendessen im Nebenzimmer des Landhauses Hechtsberg wurde anschließend noch über die eine oder andere Anekdote aus den vergangenen Jahren gelacht.